Rooibos
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Rooibos – von den Zederbergen in die Tasse
Die Landschaft hinter dem Tee
Rund um Clanwilliam und Citrusdal gehören die Zederberge zu den prägenden Anbaugebieten des Rooibos, mit sandigen Böden und ausgeprägten jahreszeitlichen Gegensätzen. Auf kühle, feuchte Winter folgen heisse, trockene Sommer – Bedingungen, an die die Sträucher in ihrer ursprünglichen Heimat angepasst sind.
Vom Wildstrauch zur Anbaukultur
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trieb der Händler Benjamin Ginsberg die Vermarktung von Rooibos voran und machte ihn über seine Heimatregion hinaus bekannt. Um 1930 entwickelte der Arzt und Naturforscher Pieter le Fras Nortier gemeinsam mit Farmern die Grundlagen für den gezielten landwirtschaftlichen Anbau.
Ernten im südafrikanischen Sommer
Die jährliche Rooibosernte fällt gewöhnlich in die Monate Dezember bis April, wenn auf der Südhalbkugel Sommer und anschliessend Frühherbst herrschen. Häufig schneiden die Erntehelfer die Zweige mit einer Sichel; bei besonders schonendem Vorgehen bleiben die älteren Äste am Strauch und nur die jungen Triebe werden geerntet.
Was die Sortierung ausmacht
Bei der Einteilung von Rooibosqualitäten spielt das Verhältnis von feinen Blattnadeln zu Stängelanteilen eine wichtige Rolle, denn nicht jede Partie ist gleich zusammengesetzt. Ein höherer Blattanteil kann einen dunkleren Aufguss und einen volleren Geschmack ergeben und beeinflusst damit den Charakter in der Tasse.
Häufige Fragen zu Rooibos
Was bedeutet der Name Rooibos?
Der Name stammt aus dem Afrikaans: «rooi» bedeutet rot und «bos» bedeutet Busch. Die deutsche Bezeichnung Rotbuschtee ist somit eine Übersetzung desselben Namens und bezeichnet keine zusätzliche Teesorte.
Wie sieht ein blühender Rooibosstrauch aus?
Der Strauch wird etwa ein bis zwei Meter hoch und trägt kleine gelbe Schmetterlingsblüten. Sie erscheinen im südafrikanischen Frühling bis frühen Sommer und sitzen einzeln oder in Gruppen an den Zweigenden.
Warum ist die Anzucht aus Samen anspruchsvoll?
Rooibossamen besitzen eine harte Hülle, die das Keimen erschweren kann. Für die gezielte Anzucht wird diese Hülle aufgeraut, damit Wasser leichter eindringen kann und die Keimung erleichtert wird.
Welche Rolle spielen Ameisen bei wildem Rooibos?
Ameisen transportieren die Samen und tragen so zur natürlichen Verbreitung wilder Rooibospflanzen bei. Dadurch gelangen die Samen an andere Stellen und stehen weniger in direkter Konkurrenz zur Mutterpflanze.
Wie reagiert wilder Rooibos auf Feuer?
Bei wildem Rooibos gibt es Formen, die nach einem Brand wieder austreiben, und solche, die sich über Samen erneuern. Feuer kann deren Keimung anregen und gehört zu den natürlichen Einflüssen im Fynbos, der heimischen Buschlandschaft.